Die Geologie der Eifel

Als EIFEL wird der Teil des Rheinischen Schiefergebirges bezeichnet, der im Süden durch das Moseltal, im Osten durch das untere Mittelrheintal, im Norden durch das tertiäre Senkungsfeld der Niederrheinischen Bucht und im Westen durch die Staatsgrenze zu Belgien und Luxemburg begrenzt wird.
Die Eifel besteht im wesentlichen aus einer mehrere tausend Meter mächtigen Abfolge klastischer Sedimente, die im Verlaufe des Unterdevons abgelagert wurde.

In der “Eifeler Nord-Süd-Zone”, einer von Norden nach Süden gerichteten Depressionszone, finden sich Mitteldevonische Sedimente in überwiegend karbonatischer Fazies. Hier blieben die Mitteldevon-Kalkmulden erhalten. Aus der Prümer Mulde sind oberdevonische Schichten bekannt. Am Westrand der Eifel, im Aachener Raum, treten unter- und oberkarbonische Sedimente auf. Der nordwestliche Teil der Eifel bildet das “Hohe Venn” aus kambro-ordovizischen Sedimenten (Tonschiefer und Quarzite). Durch variszische Faltung wurden die Westeifel und die Osteifel eingeengt. Am Ende des Oberkarbons setzte mit der Hebung des Gebirges eine Abtragung ein. Der Abtragungsschutt wurde in variszisch streichenden Senken im Rotliegenden abgesetzt. Zu einem ausgeprägten Senkungsgebiet entwickelte sich während der Trias die “Eifeler Nord-Süd-Zone”. Dieses Senkungsgebiet wurde im Westen durch das “Ardennische Hochgebiet” begrenzt. Der marine Ablagerungsraum im Osten wurde im Muschelkalk durch das Landgebiet der “Rheinischen Masse” eingeengt. Buntsandstein, Sedimente der Trias, sind in der Westeifel im Gebiet Gerolstein-Hillesheim, im Norden im Mechernicher Trias-Dreieck und im Süden in der Trierer Bucht erhalten. Eine weitere Überflutung der Eifel erfolgte im Jura. Von England bis Böhmen erstreckte sich im Oberen Lias ein Hochgebirge, das die Eifel beinhaltete. In der Oberkreide kam es vermutlich zu einer randlichen Überflutung. Nennenswerte Sedimente sind nur im Aachener Gebiet, am Nordwestrand der Eifel ausgebildet.

Von lebhaftem Vulkanismus wurde eine erneute Hebung der Eifel im Tertiär begleitet. Vom Obereozän bis Unteroligozän fiel der tertiäre Vulkanismus in eine Phase der tektonischen Ruhe. Der Höhepunkt des Eifel-Vulkanismus wurde vor ca. 42 Mio. bis 34 Mio. Jahre erreicht. Bis ins Miozän kam es zu Vulkanausbrüchen. Die vulkanische Aktivitäten konzentrierten sich auf die Ostflanke der “Eifeler Nord-Süd-Zone”. Eine erneute vulkanische Tätigkeit setzte in der Eifel im Quartär ein. Der Schwerpunkt lag in der Osteifel, im Laacher-See-Gebiet und in der Westeifel, im Gebiet zwischen Ormont und Bad Bertrich. In einer ca. 50 km langen Reihe liegen etwa 100 Tuff- und Schlackenkegel und über 50 Maarkessel. Auf ca. 970.000 Jahre werden die ältesten und auf ca. 11.000 Jahre die jüngsten Ausbrüche datiert. Vor ca. 500.000 Jahren begann der Laacher-See-Vulkanismus. Er endete vor ca. 12.000 Jahren. Diese vulkanische Tätigkeit fand gleichzeitig mit einer starken Hebung des Schiefergebirges statt.

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